Impressionen Ardagger

Informationen zum Glasfaser-Internet

Schnelle Glasfaserleitungen bis zu jedem Haus:
Das wird 2020 in Ardagger Realität! Damit schaffen wir gemeinsam die Voraussetzungen für die digitalen Möglichkeiten der Zukunft!


Was ist Glasfaser (LWL)? Lichtwellenleiter (LWL) sind Kabel, in denen ein Lichtimpuls Daten überträgt. Das geht natürlich in „Lichtgeschwindigkeit" und damit um Vieles schneller und auch mit weniger Energieaufwand als bei den elektrischen Kupferkabeln. Die weltweiten Netze sind schon lange aus Glasfaser. Jetzt kommt die Glasfaser auch bis in jedes Haus. Ein gut veranschaulichtes Video zum Thema finden Sie hier: https://youtu.be/8ZEGXF7S0Og

Weswegen in Zukunft Glasfaser anstatt Kupfer? Im Internet entstehen täglich neue Services und Angebote. Da ist die schnelle Übertragung von immer größeren Datenmengen wichtig. Die alten Kupferkabel waren ursprünglich nur zum Telefonieren gedacht und sind nach und nach auch für das Internet aufgerüstet worden. Aber jetzt kommen sie langsam an ihre Grenzen. Für echt schnelle Datenübertragung ist die Glasfaser um ein Vielfaches besser, weil sie folgende Eigenschaften hat:

  • Internetverbindungen mit Lichtgeschwindigkeit
  • Up- und Download in gleicher Geschwindigkeit
  • nahezu unbegrenzte Datenmengen in „Echtzeit"
  • energieeffizient (da stromlos) & unempfindlich gegenüber Störungen: Das Signal wird durch äußere Einflüsse (zB elektromagnetische Felder) nicht gestört.

Wie entwickelt sich ein Glasfasernetz in der Marktgemeinde Ardagger? Wir haben bereits vor Jahren eine Grobplanung für das gesamte Gemeindegebiet beauftragt. Seither verlegen wir laut diesem Plan laufend Leerrohre bei Grabarbeiten mit. Seit 2018 bauen wir auch Neustrecken aktiv. So entsteht langsam ein flächendeckendes Netz. Insgesamt werden bis zum Endausbau im Jahr 2025 mehr als 100 km Rohrleitungen notwendig sein.



Glasfaserinfos Gesamt



Glasfaserinternet - Installationsanleitung



Wie steht´s um unser Glasfasernetz bis in jedes Haus gerade aktuell?

  • Bis Jahresende 2020 wird der erste große Teil mit rund 600 Haushalten bereits aktiv geschaltet sein. Das bedeutet, dass alle Liegenschaften, wo schon verlegt wurde und auch eingeblasen ist, dann auch entscheiden können, ob sie ein Glasfaserprodukt, das ihnen dann von einem der großen Telekommunikationsunternehmen angeboten wird, annehmen wollen.
  • Für das „Aktivieren" sind übrigens nicht nur Leitungsverlegungen und das Einblasen der Glasfasern erforderlich, sondern auch zahlreiche andere Vorarbeiten, wie Vertragsgrundlagen zu schaffen und Kosten zu ermitteln, Produktangebote zu entwickeln und das folgt eben einem strengen Zeitplan. 


Was hat es mit dem Einblasen auf sich? Eigentlich bestehen die orangen Glasfaserrohre, die man bei Baustellen und entlang von Straßenzügen sieht, aus vielen dünnen Einzelrohren (7 oder 14 mm Einzeldurchmesser). Erst wenn ein Bereich vollflächig ausgebaut ist und die Leerrohre bis in jedes Haus verlegt sind, wird „eingeblasen". Dann wird unter Luftdruck der Glasfaserfaden (1,2 mm stark) von Verteilkästen weg über hunderte von Metern bis in jedes Haus geführt. Das erklärt, warum man die Leerrohre nicht knicken darf und die Kurvenradien bei den Rohren sehr „weit" sein sollten.

Wie wird Glasfaser gebaut?
Ein Video dazu: https://youtu.be/jWF4wyG_uhU

Das Glasfaser-Leerrohr-Netz baut die Gemeinde: Weil der vollständige Netzausbau bei uns bisher durch kein Telekommunikationsunternehmen vorgesehen war, haben wir uns zum Selbstausbau des Leerrohrnetzes durch die Gemeinde entschieden. Das Ziel dahinter ist, dass wir allen Liegenschaften so rasch wie möglich das beste und sicherste Datenübertragungssystem der Zukunft bieten wollen. Dazu bekennen sich alle Fraktionen im Gemeinderat. Ähnlich wie Kanal, Wasser, Straßenzufahrt und Stromanschluss sehen wir ein leistungsfähiges Datennetz in Zukunft als eine Voraussetzung für ein gutes Leben mit allen Möglichkeiten bei uns in der Gemeinde. Und das muss jedes Haus in Ardagger zu den gleichen Bedingungen haben, sagen wir. Die Prinzipien des Ausbaues haben wir in der folgenden Grafik rechts zusammengefasst:


Den Betrieb überlassen wir den Profis mit dem besten Angebot: Seitens der Gemeinde werden wir das Netz nicht selbst betreiben. Dazu sind wir mit immer mehr bekannten Profifirmen aus der Telekommunikation in Kontakt und binden uns wechselseitig mit langfristigen Verträgen mit dem Ziel, einen garantierten Betrieb für unsere Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen. Für die Menschen soll am Ende ein breites Angebot herauskommen und alle Nutzer werden zwischen verschiedenen Anbietern, die dann die besten Angebote liefern, wählen können.

Was kostet das Netz und wer zahlt das? Wir rechnen derzeit für den Gesamtausbau bis zu jedem Haus langfristig mit Ausbaukosten von ~ € 4,3 Mio. Das zahlt zunächst natürlich auch die Gemeinde. Wir haben dafür aber bereits Förderzusicherungen und wir nehmen für den Rest Kreditmittel auf. Langfristig (Finanzierungszeitraum 25 Jahre) werden die Ausbaukosten aber die NutzerInnen über einmalige Anschluss- und laufende Benützungsgebühren wieder indirekt „zurückzahlen". Es ist daher unser Anliegen, so günstig und effizient wie möglich zu bauen und so rasch wie möglich so viele Nutzerinnen und Nutzer für das neue Netz zu begeistern. Die einmaligen Anschlusskosten hier aktuell in nebenstehender Grafik. Bitte beachte, dass die Angebote für die laufenden Produktangebote direkt von den Telekommunikationsanbietern kommen.

Wann ist es bei mir soweit? Der Ausbauplan sieht vor, dass zunächst schlecht versorgte Bereiche und jene Bereiche gebaut werden, für die wir auch Fördergelder bekommen. Dort, wo aktuell das Kupfernetz der A1 Telekom gut funktioniert oder auch die Mobilfunkverbindungen passen wird erst später ausgebaut.

Ab Ende 2020 ist das Netz aktiv! Und im Lauf der Zeit werden immer mehr Telekommunikationsanbieter das Netz für ihre Angebote nutzen. Wir gehen davon aus, dass es schließlich 5 bis 6 unterschiedliche Anbieter sein werden. Wer aktuell gerade was anbietet, ist in der Übersicht rechts ersichtlich.


Kann ich etwas tun für meine zukünftige Glasfaserleitung?
Ja. Gerade bei Grabarbeiten im und rund um‘s Haus kann jeder Besitzer die kleinen Röhrchen schon mit hinein verlegen. Wir bieten dazu Röhrchen, Muffen und Endkappen am Gemeindeamt an. Wir dokumentieren in unserem Geo-Info-System auch die jeweiligen Anschlusspunkte und die Rohrdimensionen. Einfach beim Graben daran denken und kurz am Gemeindeamt fragen, wie´s geht. Und überall dort, wo wir bereits verlegt haben und wo die Leitungen eingemessen sind bitten wir alle vor Grabarbeiten die Leitungslage am Gemeindeamt abzufragen, damit bestehende Leitungen nicht beschädigt werden!

Infos zur den Leistungen der Glasfaser-Anbieter finden Sie hier:


  • A1 Telekom: Infos erhalten Sie telefonisch unter T: 0664/470 45 80 oder im Web hier.
  • Magenta: Infos erhalten Sie telefonisch beim Magenta - Partner der Firma Expert Foschauer unter T: 07479/72 64-14 oder im Web hier.
  • Cosys: Infos erhalten Sie telefonisch T: 05 08 42 oder im Web hier.
  • Comteam IT Solutions: Infos erhalten Sie telefonisch T: 07472/205 80-8103 oder im Web hier.
  • Teletronic: Infos erhalten Sie telefonisch unter T: 0800/809 109 oder im Web hier
  • Fonira: Infos erhalten Sie telefonisch unter T: 0800/640 800 oder im Web hier
  • Kraftcom: Infos erhalten Sie telefonisch unter T: 07484/257 01 im Web hier

Verlegehinweise für das Glasfaserleerrohr direkt beim eigenen Haus:

  1. Für das Verlegen der Glasfaserleerrohre ist ab der Grundgrenze der jeweilige Hausbesitzer verantwortlich.
  2. Den Anschlusspunkt bitte am Gemeindeamt erfragen.
  3. Materialien für den Hausanschluss erhalten Sie am Gemeindeamt.
  4. Die Kosten für das Material und das Graben und Verlegen auf dem eigenen Grundstück sind vom Besitzer zu tragen.
  5. Die Materialien (Leerrohr, Hausanschlusskasten, Glasfaser-Innenkabel, FTU-Einheit) werden von der Gemeinde beigestellt und sind in der Folge mit der einmaligen Anschlussabgabe abgegolten.
  6. Die Leitung (Leerrohre und Haus-Innenkabel) darf nicht geknickt werden und muss in möglichst schleifenden Radien verlegt werden, da sonst beim Einblasen „Verstopfungen" auftreten können bzw. durch Knicken Unterbrechungen entstehen.
  7. Beim „Muffen" der Leerrohre sind die Übergangsstücke ganz glatt abzuschneiden und die Muffen sollten vor dem Zugraben noch zusätzlich mit einem Schutzmaterial umwickelt werden.
  8. Die Normverlegetiefe sollte 80 cm sein. Bei seichteren Verlegungen bitte mit zusätzlichen Schutzschläuchen oder Plattenabdeckungen sichern!
  9. Bei Hausdurchführungen darauf achten, dass durch die Bohrlöcher auch nachträglich kein Wasser eindringt.
  10. Das LWL-Leerrohr soll mit einer Überlänge von 2 bis 3 m bis zum Hausanschlusskasten im inneren des Hauses reichen aber noch nicht in diesen eingeführt werden (das macht dann die Einblasfirma).
  11. Das Haus-Innenkabel kann auch gemeinsam mit Stromleitungen verlegt werden.

Noch Fragen?