Borkenkäfer in 2019

Die extrem heiße und trockene Periode des Sommers 2019 und die anhaltende Trockenheit in diesem Jahr hat die Aktivität der Fichtenborkenkäfer in weiten Teilen des Bezirkes Amstetten stark anwachsen lassen.

Bei dem vom Niederösterreichischen Landesforstdienst durchgeführten Borkenkäfermonitoring ist in vielen Gebieten eine sehr hohe Populationszahl bei den beiden für Fichte gefährlichsten Borkenkäferarten festzustellen. Besonders in den letzten Wochen ist vermehrt Stehendbefall und das sehr rasche Auftreten von Käferlöchern zu bemerken.

Auch an der Tanne treten vermehrt Borkenkäfer auf. Es handelt sich dabei um Arten die spezifisch nur auf dieser Baumart vorkommen. Der Befall ist auch hier auf die aussergewöhnliche Trockenheit zurückzuführen. Die Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Schädlinge sind die gleichen wie bei der Fichte!

Das Hauptaugenmerk der Bezirksforstinspektion liegt deshalb auf einer möglichst intensiven Kontrolle der Fichtenbestände in den besonders gefährdeten Gebieten, aber auch in der Motivation der Waldbesitzer, in auftretenden Käferlöchern umgehend das Schadholz zu beseitigen, um weitere gefahrdrohende Borkenkäfermassenvermehrungen möglichst schon von Anfang an zu unterbinden. Besonders wichtig ist es derzeit, die Fichtenbestände nicht nur vom Gegenhang aus zu beurteilen, sondern vor allem auch auf Stehendbefall bei noch grünen Kronen zu durchforschen. Dabei ist auf das Vorhandensein von Einbohrlöchern, Bohrmehl bzw. auf das Ablösen der Rinde am Stamm zu achten.

Intensive, rechtzeitige Waldbegehungen kommen billiger, als verspätete Bekämpfungsmaßnahmen!

Genaue Auskünfte über die Borkenkäferproblematik sowie die erforderlichen Gegenmaßnahmen und fundierte fachliche Beratung erhalten die Waldeigentümer bei der Bezirksforstinspektion der Bezirkshauptmannschaft Amstetten (07472/9025/21624) sowie beim Forstsekretär der Bezirksbauernkammern (0664/6025924304).