Impressionen Ardagger

Reisepass – Familienname, Vornamen und akademische Grade

Hinweis

Wer einen Reisepass beantragen möchte, wird um Terminvereinbarung bei der Passbehörde ersucht (online, telefonisch oder per E-Mail), um die Wartezeit so gering wie möglich zu halten.

Achtung

Grundsätzlich brauchen österreichische Staatsbürgerinnen/österreichische Staatsbürger zur Ausreise und zur Einreise einen gültigen Reisepass bzw. Personalausweis.

Auch wenn für manche Länder der Reisepass bis zu fünf Jahren abgelaufen sein kann, wird unbedingt die Verwendung eines gültigen Reisepasses empfohlen. Grundsätzlich müssen die Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes, das bereist werden soll bzw. durch das durchgereist werden soll, und zusätzlich die Geschäftsbedingungen des gewählten Beförderungsunternehmens (z.B. Fluglinie) beachtet werden.

Die Einreisebestimmungen einiger Länder sehen vor, dass die Einreise mit gestohlen oder verloren gemeldeten Reisepässen/Personalausweisen, selbst wenn die Wiederauffindung gemeldet wurde, nicht möglich ist.

Der Antrag auf Ausstellung eines Reisepasses/Personalausweises kann im Inland – unabhängig vom Wohnsitz – bei jeder Passbehörde gestellt werden.

Familienname und Vornamen

Auf der Personendatenseite des Reisepasses werden der Familienname und der (die) Vorname(n) in der Form und Reihenfolge eingetragen, wie sie auch in der Geburtsurkunde geschrieben wurden.

Bei mehreren Vornamen richtet sich die Eintragung nach den technischen Gegebenheiten, wobei  beachtet werden sollte, dass eine Identitätsfeststellung möglichst problemlos erfolgen kann. Zumindest der erste Vorname muss eingetragen werden. Die restlichen Namen können eingetragen werden; sofern der Platz auf der Personendatenseite (Seite mit dem Lichtbild) nicht ausreicht, können die Namen als amtlicher Vermerk auf den Folgeseiten eingetragen werden. Eine Umreihung der Vornamen ist unzulässig. 

Bitte beachten Sie, dass manche Länder die Übereinstimmung der Namen im Pass mit den Daten am Ticket bzw. mit den Buchungsdaten fordern.

Ein scharfes "s" (ß) wird daher auch als "ß" eingetragen. Im Falle eines Namens, der ein scharfes "s" (ß) enthält, kann unter den amtlichen Vermerken im Reisepass auch ein Hinweis in Deutsch, Englisch und Französisch erfolgen, dass das scharfe "s" (ß) dem Doppel-"s" (ss) gleichzusetzen ist. Sollte für alle Vornamen nicht genügend Platz vorhanden sein, wird auf der Personendatenseite nur der erste Vorname eingetragen – alle weiteren Vornamen können unter den amtlichen Vermerken angeführt werden.

Im Zuge der Neuausstellung des Reisepasses ist der Antrag auf Eintragung eines Vermerks (Name mit scharfem "s" (ß), alle Vornamen) gebührenfrei. Zu einem späteren Zeitpunkt müssen Sie einen Antrag auf Änderung oder Ergänzung im Reisepass stellen, der gebührenpflichtig ist.

Für die maschinenlesbaren Zeilen, das sind die letzten zwei Zeilen unterhalb des Fotos, gelten jedoch andere Regeln. Hier werden internationale, von der ICAO definierte Buchstaben verwendet, die sprachspezifische Zeichen nicht kennen (z.B. Akzente im Französischen oder Umlaute im Deutschen, Schriftzeichen wie "ß" bzw. Schriftzeichen, die die besondere Aussprache eines Buchstabens anzeigen). Umlaute wie beispielsweise "ö" werden als "oe" geschrieben.

Achtung

Sollten Sie kurze Zeit nach der Heirat ins Ausland reisen wollen, muss bei Namensänderung ein neuer Reisepass ausgestellt werden. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Hochzeit bei der zuständigen Passbehörde.

Akademische Grade

Es besteht keine Verpflichtung, akademische Grade in Reisepässe oder Personalausweise einzutragen.

Akademische Grade werden – nach Wahl der Antragstellerin/des Antragstellers – mit oder ohne Beifügung der Studienrichtung eingetragen (Beispiel: "Mag." oder als "Mag. rer. soc. oec.").

Aus praktischen Gründen wird jedoch dringend abgeraten akademische Grade oder Titel in den Reisepass bzw. Personalausweis einzutragen, da in anderen Ländern die österreichischen akademischen Grade oder Titel nicht bekannt sind.

Personen, die die Meisterprüfung erfolgreich abgelegt haben, sind seit 21. August 2020 berechtigt, die Bezeichnung „Meisterin“ bzw. „Meister“ vor ihrem Namen in Kurzform („Mst.“;„Mst.in“) oder in vollem Wortlaut zu führen.

Andere Standesbezeichnungen dürfen in den Pass nur dann eingetragen werden, wenn dafür eine gesonderte gesetzliche Grundlage besteht. Amts-, Berufs- und Ehrentitel werden in gewöhnlichen Reisepässen nicht eingetragen.

Rechtsgrundlagen

Letzte Aktualisierung: 20. Juni 2022

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Inneres